Rund um die CeBIT bekräftigte Telekom-Chef Niek Jan van Damme erneut, dass er an den Netzumbau-Plänen festhält und bis 2018 alle Telefon-Anschlüsse in Deutschland auf IP-Technologie umgestellt haben will. Technologisch ist das für die Telekom ein riesiger Schritt und logistisch ein Kraftakt – doch für den Anwender geht das aus wie der Zahnarztbesuch nach Anwendung der richtigen Zahnpasta: „Mutti, Mutti, er hat gar nicht gebohrt!“

Dabei telefonieren die meisten Deutschen schon heute über IP-Leitungen, wissen es nur nicht. Denn die meiste Analog-Signale der ISDN-Anschlüsse werden mittlerweile im „Schaltkasten an der Ecke“ in IP-basierte Signale umgewandelt und ab diesem Punkt laufen die Gespräche IP-basiert. Die Vorteile von IP-Telefonie liegen auf der Hand: Zuvor kostenpflichtige Funktionen wie paralleles Telefonieren und bis zu zehn Rufnummern gibt es jetzt gratis. Und wer einmal auf dem Handy HD-Voice erlebt hat, möchte die glasklare Sprachqualität auch im Festnetz haben.

Daneben gibt es noch eine ganze Reihe nützlicher, konvergenter Features, die im Alltag super praktisch sind: So kann ich zum Beispiel per App auf meinem Smartphone die Nachrichten vom Anrufbeantworter (bei der Telekom heißt das „Sprachbox“) zu Hause zugestellt bekommen, oder kann übers Internet von überall aus eine Rufumleitung aktivieren. Überhaupt ist das perspektivisch der größte Vorteil: Telefon und Computer wachsen mit IP zusammen und alle Daten laufen zukünftig über eine Leitung: Daten, Gespräche, Filme & Fernsehen. Daraus lassen sich jede Menge spannender Mehrwerte entwickeln.

Die Umstellung von PSTN auf IP ist für Privatleute einfach: Splitter entfernen und neuen Router direkt an die Telefondose anklemmen. Wenn ohnehin schon ein Router (Speedport, Fritzbox oder ähnliches) im Einsatz war, ist es noch einfacher. Es kursieren viele Gerüchte zur IP-Umstellung durch die Telekom. Das Fachmagazin teltarif.de hat sich dessen angenommen und klärt auf. 

Kleine, mittelständische und große Businesskunden, die teilweise noch mit alten ISDN-basierten Telefonanlagen unterwegs sind, stellt die moderne Netztechnik dagegen vor einige Herausforderungen.

Doch lohnt es sich überhaupt noch, eine neue Telefonanlage anzuschaffen? Björn Bendig, Gründer und Geschäftsführer der CallOne GmbH, sagt „Nein!“ Die Lösung mit geringeren Kosten, mehr Leistung und Flexibilität liegt auch hier in der Cloud: „Genauso wie Backup-Speicher oder Kollaborationstools heute zuverlässig in der Cloud laufen, wandert auch die neue Telefonanlage am besten dorthin. So eine virtuelle Telefonanlage bietet jede Menge nützlicher Features. Dazu gibt’s die Sicherheit, dass die Anlage nie wieder ausfallen kann. Denn Server sind redundant aufgesetzt und gerade bei einem Verbund mit mehreren Außenstellen oder Call-Centern bleibt die Erreichbarkeit des Unternehmens insgesamt erhalten, selbst wenn der Telefonanschluss eines Standorts oder gar der Zentrale ausfällt.“

CallOne arbeitet eng mit der Telekom zusammen und bietet für Geschäftskunden Telefonanlagen in der Cloud, die sowohl auf PSTN, als auch auf IP-Basis funktionieren. Interessenten können diesen Service kostenlos und unverbindlich 10 Tage testen.